Träume und ihre Wirklichkeiten


06 Mar
06Mar

Es war heiss und schwül. Die Luft flimmerte. Ich liebe dieses Land. Auf irgendeine Art und Weise bin ich damit verbunden. Meine Seele fühlt sich hier wohl. Immer wieder träume ich davon, dass ich mich an diesem Ort bewege. Das Meer, die Luft, der Sand, der lebensspendende Fluss, der Nil. Ägypten. Auch in anderen Träumen bin ich immer wieder dort. Entweder zur Zeit der Römer oder zur Zeit der Pharaonen. Im wachen Leben war ich nur einmal in Sharm El Sheikh. Doch begeistert war ich nicht wirklich. Vielleicht wird es Zeit, wieder mal dorthin zu reisen. Die alten ägyptischen Grabstätten zu besuchen, im Roten Meer baden zu gehen. Das Wetter zu geniessen, die Sanddünen auf und ab zu stapfen. In diesem Traum war ich mit meinem ehemaligen Freund in Ägypten unterwegs. Wir hatten es schön miteinander. So wie am Anfang unserer Beziehung. Auch wenn die emotionale Distanz im Traum spürbar war, war ich ihm nah. Gleichzeitig wusste ich, dass es endgültig vorbei ist. Im Traum wurde mir bewusst, dass ich das immer noch am Verarbeiten bin. Wir inspizierten das Land und auf einmal war er nicht mehr da. Ich schaute mich um und bemerkte, dass zwei Männer in der Nähe standen. Vater und Sohn. Beide kenne ich schon seit einigen Jahren. Ich staunte, was wollen denn die beiden in meinem Traum? Ich musste lachen. Ich begab mich zu ihnen und fragte sie, was sie denn hier tun. Es sei ja wohl kein Zufall, dass sie sich zur gleichen Zeit am selben Ort wie ich befinden. Wir schlenderten in ein Haus, in welchem es nicht wirklich kühler war. Ich unterhielt mich mit dem Vater. Der Sohn sass dabei und sagte nichts. Ich spürte seine Blicke auf mir. Die leicht schräg stehenden, hellblauen und leicht grünlichen Augen musterten mich. Vor einigen Jahren schwärmte ich für seinen Vater. Ob er sich überlegte, dass da noch was ist? Mir fiel auf, dass ich gleichzeitig er und ich war. Ich habe mich selber gefragt, ob da auch alles verarbeitet ist. Schliesslich ist es Jahre her und ich habe seither nie mehr wieder von ihm geträumt. Als ich mich entschloss, ihm zu sagen, dass es für mich nicht stimmt, habe ich einmal von ihm geträumt. Er hatte sich da von mir verabschiedet. 

Ich wendete mich dem Jüngeren zu. Der Ältere blieb sitzen. Ich spürte seine Eifersucht. Wieso denn? Der Sohn, grossgewachsen, blonde Haare, athletische Figur. Er lächelte mich an. Sprach mit mir. Ich überlegte mir, ob ich ihm mal erzählen sollte, dass da nie etwas war zwischen mir und seinem Vater. Vielleicht lassen es meine Helfer mal zu, dass ich mit ihm darüber reden konnte? Weil in der realen Welt spüre ich, dass er sich mit mir alleine nicht wohl fühlt. Mich aber immer herzlich umarmt, wenn wir uns sehen. Er spürt sie sicher auch. Diese Verbindung zwischen uns. Die elektrisierende, flimmernde Luft. Die Wärme, die sich in mir ausbreitet, wenn ich ihn anschaue. Das war schon beim ersten Mal so. Sein Blick, der mich innerlich versengt. Diese Gefühle, die ich mir überhaupt nicht erklären kann. Er ist fast zehn Jahre jünger als ich. Letztes Mal war er mit seiner Freundin anwesend und lächelte mich aus einiger Entfernung an. Das verwirrte mich. Im Traum lächelte er mich auch wieder an. Er reichte mir zwei Zigaretten. Er bot sie mir an. Ich rauche gar nicht. Ab und zu paffe ich Zigarillos. Solche mit Vanillegeschmack. Die eine war eine Zigarette, die andere ganz klar mit Marihuana. Ich überlegte kurz. Das letzte Mal, als ich Marihuana geraucht hatte, war ich 21. Seither nie mehr wieder. Ich nahm sie an und zog ein paar Mal daran. Der Rauch, den ich ausblies, war hell und verflog sehr schnell. Er sah mich dabei eindringlich an. Was das wohl bedeutete? Ich wünschte mir im Traum, dass ich alleine mit ihm sein könnte. Sein Vater hat sich nämlich kein bisschen bewegt. Er blieb einfach sitzen. Alleine mit ihm sein können. Ihm erklären, dass er sich entspannen kann. Ich wollte mit ihm alleine sein. Dann könnte ich das mit ihm machen, was ich eigentlich gerne tun würde. Ich träume. Da kommt es nicht drauf an, ob er vergeben ist oder nicht. Doch ich kann meine Träume leider nie beeinflussen. Also schob ich den Gedanken zur Seite und zog an den beiden Zigaretten. Zuerst an der einen, dann an der anderen. Dabei sah ich ihm in diese klaren, wunderschönen Augen. Ich habe nichts geschmeckt. Habe einfach geraucht und das Zusammensein genossen. 

Nach dem ich aufgewacht bin, habe ich nachgelesen, was es bedeutet, wenn man vom Rauchen träumt. Weil ich im wirklichen Leben nicht rauche, bedeutet dies, dass sich meine Spirituelle Seite am Entwickeln ist. Es heisst aber auch, dass ich lockerer sein muss. Wieso ich von diesen beiden träumte, weiss ich nicht. Der eine symbolisiert etwas, was vorbei ist, der andere, vielleicht etwas, das noch kommt? Ich weiss auf alle Fälle, dass es etwas Karmisches ist. Die geistige Welt ist oft undurchsichtig. Es bleibt mir nichts anderes übrig, als abzuwarten und in meinen Träumen auf die Zeichen zu achten. Ob das nun mein Unterbewusstsein ist oder meine Helfer, die mir etwas mitteilen wollen. Oft notiere ich mir die Träume. Wenn ich sie durchlese und im Internet nachlese, was es bedeuten könnte, kann ich das umsetzen, um an mir zu arbeiten. Ich habe schon lange festgestellt, dass meine Träume keine Zusammenhänge haben mit dem, was ich tagsüber erlebt oder im TV gesehen habe. Als ich in der Ausbildung zur Dentalhygienikerin war, war ich Single. Ich habe in dieser Zeit innerhalb von mehreren Wochen davon geträumt, schwanger zu sein. Das erste Mal war ich schwanger und wusste, mein Partner war zwar da war, aber geschäftlich sehr eingespannt. Ein paar Tage später war das Kind da. Ein Junge. Eine Woche später träumte ich wieder davon, schwanger zu sein. Der Junge war schon ein wenig älter. Wieder eine Woche später war das zweite Kind da. Ein Mädchen. Vor und nach diesen Träumen habe ich nie mehr wieder davon geträumt. Das waren die einzigen. Bis jetzt nie wieder. Auch als ich in einer Beziehung war nicht. Meine Träume fühlen sich immer sehr real an. Ich fühle die Hitze und spüre den Wind im Gesicht. Ich liege dann im Bett und war gleichzeitig in meinem Traum. Mal hoch oben in den Wolken, mal als Dinosaurier im Dschungel. Sie führen mich in meiner Weiterentwicklung weiter. 

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